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Ganzheitliche Dreidimensionale Simulation von Vernetzter Mobilität

Projektbeschreibung

Die Möglichkeiten und Herausforderungen der Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation bzw. Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation (Vehicle-to-X- bzw. V2X-Kommunikation) werden bereits seit vielen Jahren erforscht. Ein beliebtes Mittel, das bei relativ hoher Detailtreue ausreichend Flexibilität bei den Untersuchungen zulässt, ist die Simulation solcher Netzwerke, welche sowohl den Verkehrs- als auch den Kommunikationsaspekt berücksichtigen muss. Mit dem am Lehrstuhl entwickelten Framework Veins konnten hierbei bereits große Erfolge erzielt werden.
In letzter Zeit zeichnet sich allerdings ein Trend ab, der über die einfache Kommunikation zwischen Fahrzeugen hinaus geht. Unter dem Stichwort vernetzte Mobilität wird die Kommunikation verschiedenster Verkehrsteilnehmer untereinander, aber auch mit Infrastruktur oder gar Gebäuden zusammengefasst, wie sie in naher Zukunft zu erwarten ist. Bei den Verkehrsteilnehmern kann es sich hierbei wie bisher um herkömmliche Autos und Nutzfahrzeuge handeln, aber auch um autonom fahrende Fahrzeuge sowie Fußgänger oder Radfahrer. Vor allem in den sich zu Smart Cities entwickelnden Großstädten werden komplexe Verkehrs- und damit Kommunikationsszenarien zur Regel.
Um die Problemstellungen solcher Situationen bereits heute untersuchen zu können, bedarf es einer Erweiterung der klassischen V2X-Simulation. Neben der Berücksichtigung verschiedenartiger Verkehrsteilnehmer, gilt es auch neue Kanalmodelle zu entwickeln, die den dreidimensionalen Charakter komplexer Szenarien in modernen Smart Cities unter begrenztem Aufwand möglichst realistisch abbilden können. Zur Sicherstellung korrekter Ergebnisse bedarf es dabei entsprechender Feldtests zur Validierung der neuen Simulationsmodelle. Des Weiteren erfordert vor allem die Untersuchung des Einflusses autonomer Fahrzeuge eine Berücksichtigung von Algorithmen aus dem Gebiet der künstlichen Intelligenz (KI). Im Zuge dessen ist es auch denkbar, ähnliche KI-Methoden auf Ebene des Simulationskerns selbst einzusetzen, um beispielsweise den Aufwand bei der Betrachtung komplexer Simulationsszenarien beherrschbarer zu machen.

Projektdauer

    2017-10-01 – 2020-09-30

Projektmitglieder

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